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Der Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln wurde im Bochumer Restaurant Forsthaus an das Magazin Ohrenkuss vergeben

Ausgezeichnete Texte von Menschen mit Down-Syndrom
 
Der Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln wurde im Bochumer Restaurant Forsthaus an das Magazin Ohrenkuss vergeben

Frank Goosen und Autoren mit Down-Syndrom teilten sich am Dienstagabend eine Bühne: Beim „Herbstling“ der Matthias-Claudius-Stiftung Bochum, einem lockeren Beisammensein im Restaurant Forsthaus, wurde zum zweiten Mal der Matthias-Claudius-Preis für soziales Handeln vergeben. Die Auszeichnung, die mit einer Zuwendung von 10.000 Euro verbunden ist, ging an Ohrenkuss, ein Magazin, das gemacht wird von Menschen mit Down-Syndrom.
 
„Menschen mit Down-Syndrom können etwas“, sagte Volkhard Trust in seiner Laudatio, „viele Dinge sogar besonders gut.“ Volkhard Trust ist Rektor und Gründer der Matthias-Claudius-Schule, die in Bochum schon seit über 25 Jahren ein integratives Unterrichtskonzept verfolgt. Die Auszeichnung für Ohrenkuss und die damit verbundene Unterstützung von Menschen mit Behinderung ist ihm also eine Herzensangelegenheit. „Wer etwas zu sagen hat, braucht einen Ort“, stellte der Redner fest. „Das ist Ohrenkuss: anders, vielfältig, bunt, überraschend und vor allem – anrührend.“
 
Volkhard Trust ist sich außerdem sicher: „Matthias Claudius, der nicht nur Dichter war, sondern auch Redakteur des Wandsbecker Bothen, hätte sich sehr über diesen Preisträger gefreut.“
 
Das besondere Magazin hat seinen Sitz in Bonn, erscheint halbjährlich und feiert nächstes Jahr sein 15. Jubiläum. Neben den festen Redakteuren vor Ort um Chefredakteurin Katja de Bragança gibt es „Korrespondenten“ in ganz Deutschland ein Forum. Wie über 100 andere Menschen mit Down-Syndrom gehört so auch die ehemalige Matthias-Claudius-Schülerin Anna-Maria Schomburg zu den Autoren. Sie schickt Ohrenkuss regelmäßig Gedankengänge zu bestimmten Themen. Wie diesen: „Nachts kann man schlechter gucken als tagsüber. Manche Gedanken sind nachts schwerer und trauriger als am Tag. Im Bett kann man sich geborgen fühlen.“
 
Die Verleihung des Matthias-Claudius-Preises war wie bereits vor zwei Jahren Teil des „Herbstlings“, einem lockeren Beisammensein, bei dem im jährlichen Wechsel die Matthias-Claudius-Stiftung und das Matthias-Claudius-Sozialwerk Bochum über ihre Ziele und Tätigkeiten informieren, aber auch gesellschaftliche Themen und bürgerschaftliche Aufgaben behandeln. Nachdem dort vergangenes Jahr Rüdiger Frohn, Bürger des Ruhrgebiets 2011, einen Vortrag zur Zukunft des Ruhrgebiets hielt, war dieses Jahr Frank Goosen zu Gast und gab einen vergnüglichen Einblick in die Seele von dessen Bewohnern.
 
Informationen über Ohrenkuss im Internet: www.ohrenkuss.de